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Wie gelingt Selbstliebe? Hintergründe und Tipps

Selbstliebe

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Mangelnde Selbstliebe – ein Phänomen, das vor allem Frauen betrifft.

Warum ist das so? Wieso können sich so viele Frauen nicht annehmen, wie sie sind? Warum kritisieren sie so oft ihr Äusseres? Warum können sie nicht für sich einstehen, sondern machen allzu oft das, was andere von ihnen erwarten?

Hierfür gibt es vielschichtige Gründe, von denen ich im Folgenden auf drei eingehen werde. Welcher davon könnte auch auf Dich zutreffen? Ein wesentlicher Schritt zur Veränderung ist das Verstehen der Ursache. Wichtig hierbei ist, dass keiner der Gründe in irgendeiner Form mit Schuld zu tun hat!

Ursachen mangelnder Selbstliebe

Weder Du noch ein anderer Mensch oder unsere Kultur sind Schuld daran, dass so viele von uns sich selber nicht lieben können, das möchte ich hier betonen. Denn sobald von Schuld die Rede ist, verstehen wir uns als Opfer. Aus dem Opferdenken heraus können wir jedoch nichts ändern. Hier bedarf es einer klaren Entscheidung, dass wir uns als Schöpfer unseres Lebens sehen und damit die Verantwortung für uns zu uns zurückholen.

1. Erbgut unserer Ahnen

Wir müssen gar nicht weit in unserer Geschichte zurückgehen, um zu verstehen, was wir alles an Erbbelastungen mit uns tragen. So behandelte man noch im 19. Jahrhundert Frauen als „Menschen 2. Klasse“: keine Rechte, keine Möglichkeit, selber erwerbstätig zu werden, dem Mann untergeordnet und von ihm abhängig. Oft ausgenutzt und misshandelt. Man führte das Wahlrecht für Frauen erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein und das Bildungsniveau für Frauen lag lange deutlich unter dem der Männer.

All diese Prägungen führten verständlicherweise zu einem wenig ausgeprägten Selbstwertgefühl der Frau und dadurch zu mangelnder Selbstliebe. All die Erfahrungen unserer weiblichen Ahnen wurden von Generation zu Generation weitergegeben und sind in unserem Zellgedächtnis immer noch gespeichert.

2. Prägungen aus der Kindheit

Einen enormen Einfluss haben unsere Erfahrungen aus der Kindheit, speziell in der frühen Kindheit. Hier sind insbesondere unsere Eltern, Grosseltern, Lehrer, Trainer und Kameraden prägend. Wem kommen folgende Aussagen bekannt vor:

  • „Das lernst Du nie!“
  • „Jetzt hast Du Mama aber enttäuscht.“
  • „Wie kann man nur so dumm sein?“
  • „Schäm Dich!“
  • „Du nervst.“
  • „Stell Dich nicht so an.“

Durch solche vielleicht nebenbei oder unbewusst daher gesagten Sätze haben wir schon als kleines Kind verinnerlicht, dass etwas mit uns nicht in Ordnung ist, dass wir nicht liebenswert sind.

Wir haben früh gelernt, dass wir und anpassen müssen, um die Liebe unserer Eltern zu bekommen. Waren wir brav, wurden wir belohnt. Wollten wir unseren eigenen Willen durchsetzen, wurden wir oft bestraft. Auch das hat unsere Überzeugung gestärkt, dass mit uns etwas nicht stimmt.

Hiermit soll jedoch in keinster Weise die Schuld an unserer mangelnden Selbstliebe unseren Eltern oder anderen Erziehungsberechtigten in die Schuhe geschoben werden! Sie haben es so gut gemacht, wie sie konnten. Sie selber haben ihren Rucksack an Verletzungen und Erfahrungen zu tragen und haben stets ihr Bestes für uns gegeben.

Es ist nur eine weitere Erklärung für mangelnde Selbstliebe und soll sensibilisieren, um zu mehr Achtsamkeit mit unseren Worten aufzurufen.

3. Social Media

Wie bei so vielen technischen Errungenschaften gilt auch bei Social Media, dass es Fluch und Segen zugleich ist.

Neben all den Möglichkeiten, die uns Instagram, Facebook und Co. bieten, lauert nämlich auch die grosse Gefahr des Vergleichens mit einer Scheinwelt. Auf Facebook ist jeder immer nur glücklich und erlebt am laufenden Band tolle Dinge. Auf Instagram sehen die Frauen aus wie Barbies Schwestern und sind ständig auf der ganzen Welt unterwegs. Da können wir natürlich nicht mithalten.

Zwar weiss unser Verstand, dass kaum ein Bild original ist, sondern durch diverse Filter gejagt wurde und oft die Realität wenig damit zu tun hat. Dennoch nimmt unser Unterbewusstes all die glücklichen Menschen, gertenschlanken und wunderschönen Frauen wahr und vergleicht uns damit. Und bei einem Vergleich mit einer Scheinwelt können wir nur schlecht abschneiden.

Wie soll sich frau da noch selber lieben, wenn sie ständig den Vergleich mit dieser perfekten Scheinwelt zieht?

Folgen mangelnder Selbstliebe

Es sprengt den Rahmen dieses Artikels, auf alle Folgen, die sich aus mangelnder Selbstliebe ergeben, einzugehen. Deswegen liste ich hier drei der bedeutendsten Symptome auf:

1. Zerstörerische Emotionen

Für viele unkontrollierbare, zerstörerische Emotionen ist mangelnde Selbstliebe die Ursache. Auch wenn es auf den ersten Blick oft nicht so scheinen mag, liegt die wahre Ursache vieler der im Folgenden aufgelisteten Probleme in der nicht vorhandenen Selbstliebe:

  • Aggressionen und Wut
  • Neid und Eifersucht
  • Ängste und Hemmungen

2. Schutzmechanismen

Um mangelnde Selbstliebe zu verstecken, durch Aufmerksamkeit von aussen zu kompensieren oder um sich selber besser zu fühlen, legen sich viele Betroffene Schutzmechanismen zu. Dazu zählen unter anderem:

  • Sich selber kleinmachen, um nicht abgelehnt zu werden
  • Fishing for compliments
  • Andere schlechtmachen, um sich selber besser zu fühlen
  • Distanz aufbauen, um nicht verletzt werden zu können   

3. Beziehungsunfähigkeit

Es gibt so viele Singles in der Schweiz, Deutschland und Österreich wie noch nie. Die Aussage „Ich bin eben beziehungsunfähig“, mit der so häufig kokettiert wird, ist in Wirklichkeit nichts anderes als eine Ausrede, um sich nicht mit sich selber auseinandersetzen zu müssen.

Beziehungsunfähig ist frau nur dann, wenn sie mit sich selber keine liebevolle Beziehung pflegt.

Deine beste Freundin bist DU!

Wäre es nicht schön, wenn wir uns selber die beste Freundin / der beste Freund wären? Wenn wir uns so liebevoll, mitfühlend, motivierend und unterstützend behandeln würden, wie wir es auch mit unserer besten Freundin tun? 

Wie schön und leicht wäre das Leben, wenn wir aufhören, uns innerlich zu bekämpfen und kritisieren! Wenn wir mit uns selbst Seite an Seite gehen, anstatt uns ständig von uns selbst wegzustossen…

Praktische Übungen für mehr Selbstliebe

Im Folgenden gebe ich Dir drei praktische Übungen für mehr Selbstliebe an die Hand, die Du ganz einfach in Deinen Alltag integrieren kannst.

1. Hör auf, zu vergleichen

 „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“
(Sören Kierkegaard)

Kennst Du das, Du bist auf einer Party und eigentlich fühlst Du Dich super. Du hast Spass und nette Unterhaltungen. Bis eine Frau zur Tür hereinkommt, die in Deinen Augen viel hübscher und attraktiver ist. Sofort rauscht Dein Selbstwertgefühl in den Keller, Du beginnst, Dich zu verschliessen und zurückzuziehen, da Du gegen sie ja eh keine Chance hast. Die Party ist für Dich gelaufen.

Was ist passiert? Du hast Dich unterbewusst und in Sekundenschnelle mit dieser anderen Dame verglichen und in Deinen Augen dabei schlecht abgeschnitten.

Warum vergleichen wir so oft? Das Vergleichen ist ein automatisierter Prozess, der für Dich als Kind wichtig war. Durch das Vergleichen hast Du viel für Deine Entwicklung gelernt. Durch Beobachtung, wie die anderen es machen, hast Du Lernfortschritte gemacht, um die Lücke zwischen Deinem und dem Verhalten anderer zu schliessen. Das Vergleichen ist also ein unbewusster Prozess, der auf die Kindheit zurückgeht und damals sehr dienlich war. Damals war der Vergleich allerdings, im Gegensatz zu heute, noch nicht besetzt von Minderwertigkeits- oder Eifersuchtsgefühlen.

Heute machen wir den Fehler, dass wir nur einen einzigen Aspekt an uns isoliert mit dem von anderen vergleichen. Dabei lassen wir aber völlig ausser Acht, was an diesem Aspekt alles noch dranhängt. Was der Mensch alles tun muss, um so schlank zu sein, so schöne Haut zu haben, so viel Geld zu verdienen etc. Würden wir das gesamte Paket jeweils kennen und vergleichen, würden wir uns längst nicht mehr so oft schlecht dabei fühlen.

Übung:

Hör auf mit dem Vergleichen! Mach Dir klar, dass Du Dir dadurch nur selber schadest. Immer, wenn Du anfängst, Dich zu vergleichen und Dich dadurch schlecht zu fühlen, denke an die folgenden beiden Dinge:

Du kannst Dich gar nicht realistisch mit anderen vergleichen. Erstens ist jeder Mensch komplett unterschiedlich und zweitens pflegt der/die andere oft einen ganz anderen Lebenswandel als Du. Du siehst nur einen Teilaspekt, welcher das Ergebnis von etwas ist. Diese Ergebnisse kannst Du nicht miteinander vergleichen, wenn die Voraussetzungen dafür völlig unterschiedlich sind.

Bringt Dir der Vergleich irgendeinen Vorteil? Nein! Du schadest Dir nur selber damit – und das hat nichts mit Selbstliebe zu tun.

2. Schau Dir selbst im Spiegel in die Augen 

 „Die Augen sind der Spiegel der Seele.“
(Sprichwort)

Eine sehr schöne Möglichkeit, wieder in Verbindung mit Dir selber zu kommen, ist es, Dir selber im Spiegel in die Augen zu schauen. Aber nicht so flüchtig im Vorübergehen, sondern richtig.

Übung:

Stell Dir eine Stoppuhr auf zwei Minuten und dann halte Dir entweder einen Handspiegel vor die Augen oder stell Dich dicht vor einen Wandspiegel. So, dass Du Deine Augen klar und deutlich sehen kannst. Und dann schau Dir in die Augen. Tief hinein in die Pupille. Ohne wegzuschauen, zwei Minuten am Stück. Und lass Mitgefühl für Dich und Deinen Weg entstehen. Die Augen sind das Tor zur Seele: Was siehst Du in Dir, in Deiner Seele?

Bei vielen fliessen während dieser Übung Tränen. Das ist ganz normal und in Ordnung. Dies zeigt Deine Berührtheit, wenn Du Dir selber wieder nahekommst.

Mach diese Übung nicht nur einmal. Ich rate Dir, sie zweimal pro Woche über einen Zeitraum von vier Wochen zu absolvieren. Und beobachte, wie sich Dein Umgang mit Dir selber verändert.

3. Behandle Dich so, wie Deine beste Freundin es tut

 „Freundschaft ist die reinste und höchste Form der Liebe. Es ist eine Form der Liebe ohne Bedingungen und Erwartungen.“
 (Osho)

Frage einmal Deine beste Freundin, wie sie Dich sieht. Was schätzt sie an Dir besonders? Und erinnere Dich auch daran, wie sie Dich behandelt, wenn Du traurig, mutlos oder ängstlich bist. Wenn Du einen Fehler gemacht oder etwas vergessen hast.

Nun ist es Deine Aufgabe, Dich selbst genauso wohlwollend und liebevoll zu behandeln und beschreiben! Schau Dich an durch die Augen Deiner besten Freundin: Was schätzt sie an Dir? Was macht Dich so besonders? Wofür bewundert sie Dich? Wie geht sie mit Dir um, wenn es Dir gerade nicht gut geht?

Übung:

  • Entwickle Selbstmitgefühl mit Dir. Sei milde und freundlich zu Dir.
  • Kritisiere Dich nicht mehr für Deine Fehler, sondern verzeihe Dir dafür.
  • Lege Deinen Fokus nicht auf das an Dir, was Dir nicht gefällt, sondern hebe die Dinge hervor, die Du und andere an Dir schätzen.
  • Wenn Du eine Idee hast, etwas ausprobieren willst, so rede es Dir nicht von vorneherein schlecht, sondern motiviere und unterstütze Dich selber dabei.
  • Wenn Du gerade nicht mehr kannst, mach Dich deswegen innerlich nicht fertig, sondern sei liebevoll mit Dir und gib Dir Zeit zum Durchatmen.
  • Wenn Du traurig, ängstlich oder wütend bist, versuche nicht, trotzdem zu funktionieren, sondern fühle diese Gefühle und sei milde mit dir.

 

Möchtest Du mehr zum Thema Selbstliebe erfahren?

Wenn Dich das Thema Selbstliebe tiefergehend interessiert und Du weitere praktische Tipps und Übungen wünschst, so empfehle ich Dir mein Buch “Deine Beste Freundin bist DU”. Hier findest Du Informationen, Rezensionen und Bestellmöglichkeiten.

Ausserdem biete ich Coachings und Seminare an, um Dich dabei zu unterstützen, Dich wieder selbst zu lieben. Wenn Du daran Interesse hast, so buche Dir noch heute Dein kostenloses und unverbindliches Aufbruchsgespräch mit mir.

Ich freue mich auf Dich!
Herzliche Grüsse, 
Deine Monika

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